Brevetierung BF BLehrgang 2010/2011

Basel, 11. November 2011
In einem feierlichen Akt konnten am frühen Freitagabend im Lützelhof Regierungsrat Hanspeter Gass, der Berner Gemeinderat Reto Nause sowie der Winterthurer Stadtrat Michael Künzle den elf Absolventen des Berufsfeuerwehr-Lehrgangs 2010 / 2011 ihre Diplome überreichen. Die Ausbildung zum Feuerwehrmann erfolgte erstmals gemeinsam mit anderen Städten.
Erst seit drei Jahren ist der Beruf des Feuerwehrmannes und der Feuerwehrfrau eidgenössisch anerkannt und basiert auf einem gemeinsamen Berufsbild. Diese eidgenössische Anerkennung ermöglichte eine Harmonisierung der Ausbildung und somit die Durchführung gemeinsamer Lehrgänge. So startete anfangs Mai 2010 im Lützelhof, der operativen Basis der Basler Berufsfeuerwehr, eine erste gemeinsame Feuerwehrschule mit elf Aspiranten der Berufsfeuerwehr Bern, der Feuerwehr Winterthur, der Basler Berufsfeuerwehr sowie der Werkfeuerwehr Johnson Controls.
Nach 18 Monaten harter Ausbildung und im Beisein zahlreicher Gäste und Angehöriger war es am Freitagabend soweit; alle elf Aspiranten dieser ersten Schule konnten aus der Hand von Regierungsrat Hanspeter Gass, Gemeinderat Reto Nause aus Bern und dem Winterthurer Stadtrat Michael Künzle ihren eidgenössischen Fachausweis in Empfang nehmen.
Zuvor hatten Feuerwehrkommandant Roland Bopp sowie Dominik Walliser als Kommandant der Rettung Basel-Stadt die Gäste begrüsst. In seiner Ansprache bezeichnete Dominik Walliser diese Harmonisierung der Ausbildung als Erfolgsstory. Es gelte auf diesem Weg weiterzufahren: „Es stehen Projekte an, die zügig angegangen werden müssen“, so Walliser, „wie etwa die Schaffung eines eidgenössisch anerkannten Kaderlehrgangs für Mitarbeiter von Feuerwehr-, Sanitäts- und Zivilschutzorganisationen.“ Auch die zur Zeit ungenügende Interessensvertretung der Berufsorganisationen von Feuerwehr und Sanität auf dem eidgenössischen Parkett gelte es zu verbessern, würden doch gerade diese Berufsorganisationen als Mittel der ersten Minuten einen wichtigen Pfeiler des Sicherheitsverbundes bilden. Der Kommandant der Rettung Basel schloss seine Ausführungen mit dem Hinweis auf die Bedeutung von Vertrauen und Teamarbeit gerade für den Hauptauftrag der Rettung, der ja nichts weniger ist als das Retten von Leben: „Einer alleine erreicht fast nichts, aber gemeinsam erreichen wir alles!“