Ersatzpflicht ab Ersatzjahr 2018

Grundlagen

Nach Artikel 59 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft haben Schweizer, welche keinen Militär- oder zivilen Ersatzdienst leisten, eine Ersatzabgabe zu entrichten.

Die gesetzlichen Grundlagen finden Sie im Bundesgesetz über die Wehrpflichtersatzabgabe WPEG und in der Verordnung über die Wehrpflichtersatzabgabe WPEV.

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Ersatzpflicht

Wer muss die Ersatzabgabe entrichten?

Ersatzpflichtig sind die Wehrpflichtigen mit Wohnsitz im In- oder Ausland, die im Ersatzjahr, das dem Kalenderjahr entspricht:

a. während mehr als sechs Monaten weder in einer Formation der Armee eingeteilt noch der Zivildienstpflicht unterstellt sind;
c. als Dienstpflichtige ihren Militär- oder Zivildienst nicht leisten.

Wehrpflichtersatz bei Verschiebung der Rekrutenschule

Die RS-Verschiebung führt erst zwingend zu einer Ersatzabgabe ab dem 25. Altersjahr.

Wann beginnt die Ersatzpflicht und wie lange muss ich die Wehrpflichtersatzabgabe entrichten?

Die Ersatzpflicht beginnt frühestens am Anfang des Jahres, in dem der Wehrpflichtige das 19. Altersjahr vollendet. Sie dauert längstens bis zum Ende des Jahres, in dem er das 37. Altersjahr vollendet.

Für Militärdienstuntaugliche und Schutzdienstuntaugliche
Beginn: Im Jahr, das auf die Rekrutierung folgt
Ende: Nach 11 Jahren

Für Militärdienstuntaugliche aber Schutzdiensttaugliche
Beginn: Im Jahr, das auf die Rekrutierung folgt
Ende: Nach 11 Jahren

Militärdienstpflichtige, die ihren Militärdienst nicht leisten
Beginn: Im Jahr, nach dem Bestehen der Rekrutenschule, spätestens aber im 25. Altersjahr
Ende: Nach Erfüllung der Gesamtdienstleistungspflicht oder am Ende der Militärdienstpflicht

Zivildienstpflichtige, die ihren Zivildienst nicht leisten
Beginn: Im Jahr, nachdem der Zulassungsentscheid zum Zivildienst rechtskräftig geworden ist, spätestens aber im 25. Altersjahr
Ende: Nach Erfüllung der Gesamtdienstleistungspflicht oder am Ende der Zivildienstpflicht

Wie hoch ist das Abgabemass und welches Einkommen wird herangezogen?

Die Ersatzabgabe beträgt 3 % des taxpflichtigen Einkommens, mindestens aber CHF 400.00. Für ledige Ersatzpflichtige entspricht das taxpflichtige Einkommen grundsätzlich dem steuerbaren Einkommen nach Recht der direkten Bundessteuer, wobei zusätzlich auch Auslandeinkünfte der Abgabe unterliegen.

Besteht eine Ersatzpflicht bei nicht vollständiger Dienstleistung?

  • Militärdienst
    Kann ein Militärdienst nicht vollständig geleistet werden, besteht die Ersatzpflicht. Wer mehr als die Hälfte des Militärdienstes geleistet hat, schuldet die halbe Ersatzabgabe.
  • Zivildienst
    Ein Zivildienst gilt als nicht geleistet, wenn ab dem Jahr nach der Zulassung zum Zivildienst nicht jährlich ein Einsatz von mindestens 26 anrechenbaren Diensttagen geleistet wird. Wer weniger als 26, mindestens aber 14 anrechenbare Diensttage geleistet hat, schuldet die halbe Ersatzabgabe.

Ich wurde an der Rekrutierung Untauglich erklärt, möchte aber unbedingt Dienst leisten. Was kann ich tun?

Militärdienst- und zivilschutzuntaugliche Personen die lieber eine persönliche Dienstleistung absolvieren und dies schriftlich bestätigen wird ab dem 1. Juli 2011 eine persönliche Dienstleistung ermöglicht werden. Diese müssen sich jedoch aktiv für einen solchen Dienst einsetzen (Beschwerde gegen den Untauglichkeitsentscheid führen). Es gibt keinen Anspruch auf Leistung eines solchen Dienstes (z. B. medizinische Gründe).

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Veranlagung

Wird meine Ersatzabgabe je nach geleisteten Militär-, Zivildienst- oder Schutzdiensttagen ermässigt?

Die Ersatzabgabe wird entsprechend der Gesamtzahl der bis Ende des Ersatzjahres bestandenen Militär- oder Zivildiensttage ermässigt. Die Ermässigung beträgt einen Zehntel für 50–99 Militärdiensttage (75–149 Zivildiensttage) und einen weiteren Zehntel für je 50 weitere Militärdiensttage (75 Zivildiensttage) oder Bruchteile davon. Schutzdienstleistenden wird die nach dem Gesetz berechnete Ersatzabgabe für jeden im Ersatzjahr geleisteten Tag Schutzdienst um 4 % ermässigt.

Welche Diensttage werden bei der Ermässigung der Wehrpflichtersatzabgabe berücksichtigt?

Es werden nur die anrechenbaren Diensttage berücksichtigt gemäss der Militärgesetzgebung und der Zivildienstgesetzgebung.

Wie lange im Nachhinein kann eine Ersatzabgabe nachgefordert werden?

Die Ersatzabgaben verjähren nach fünf Jahren. Die Verjährungsfrist beginnt am Ende des Kalenderjahres, das auf das Jahr folgt, in dem die direkte Bundessteuer rechtskräftig veranlagt wurde. Eine hinterzogene Ersatzabgabe verjährt nicht, bevor Strafverfolgung und Strafvollstreckung verjährt sind.

Die Ersatzabgaben, die auf der Grundlage einer Ersatzabgabeerklärung veranlagt werden, verjähren fünf Jahre nach Ablauf des Ersatzjahres.

Durch Stillstand und Unterbrechung kann die Verjährung um nicht mehr als fünf Jahre hinausgeschoben werden.

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Ersatzbefreiung

Als erheblich Behinderter ist man von der Ersatzpflicht befreit. Was heisst das konkret?

Dienstuntaugliche, die eine Rente oder Hilflosenentschädigung (HE) der IV oder Suva beziehen, sind von der Ersatzpflicht befreit. Ebenso haben Untaugliche, die keine HE beziehen, aber dennoch eine der zwei mindestens erforderlichen Voraussetzungen für eine solche Entschädigung erfüllen, keine Ersatzabgabe zu entrichten (darunter fallen auch die Gehörlosen). Schliesslich ist auch befreit, wer wegen einer erheblichen körperlichen, psychischen oder geistigen Behinderung ein taxpflichtiges Einkommen erzielt, das nach Abzügen das betreibungsrechtliche Existenzminimum um nicht mehr als 100 % übersteigt.

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Rückerstattung

Ich habe einen Dienst verschoben. Wann erhalte ich die aufgrund der Dienstverschiebung entrichtete Ersatzabgabe zurück?

Die Rückerstattung der Ersatzabgabe erfolgt erst nach dem Leisten der gesamten Dienstleistungspflicht. Der Anspruch ist unter Beilage des DB und unter Angabe des Postkonto oder IBAN-Nr (Bankkonto) schriftlich bei der kantonalen Behörde für die Wehrpflichtersatzabgabe geltend zu machen, welche die Ersatzabgabe bezogen hat. Der Anspruch verjährt fünf Jahre nach der Entlassung aus der Wehrpflicht.

Links zu den kantonalen Behörden für die Wehrpflichtersatzabgabe

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Ein-/Auszahlung

Kann die Ersatzabgabe online bezahlt werden?

Ja. Bei Online-Ueberweisungen (E-Banking, E-Finance) auf unser Postkonto 01-36797-4 ist immer der zu überweisende Betrag (in CHF) sowie die Referenz-Nr. gemäss ESR-Einzahlungsschein anzugeben. Für spezielle Überweisungen aus dem Ausland muss allenfalls IBAN (CH30 0900 0000 4000 3400 4) und BIC (POFICHBEXXX) angegeben werden.

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Erwerbsersatz

Fragen zum Erwerbsersatz (EO)

Für die Beantwortung von Fragen bezüglich Erwerbsersatz ist das Bundesamt für Sozialversicherung zuständig.